Gegründet im Jahr 1900, entstand der Ortsverein in einer Zeit, als das Deutsche Rote Kreuz noch unter dem Zeichen der Freiwilligen Sanitätskolonnen stand. Ziel war es von Anfang an, Menschen in Not zu helfen – sei es im Alltag, bei Katastrophen oder in Kriegszeiten. Besonders in den Wirren des Ersten und Zweiten Weltkriegs leistete der Verein unverzichtbare Hilfe für Verwundete und Notleidende.
Nach dem Krieg baute sich der Ortsverein kontinuierlich wieder auf und entwickelte sich zu einer modernen Hilfsorganisation, die heute in vielen Bereichen aktiv ist: vom Sanitätsdienst über die Erste-Hilfe-Ausbildung, den Blutspendedienst und den Katastrophenschutz bis hin zum Jugendrotkreuz.
Ein Verein mit Zukunft
„125 Jahre sind gleichbedeutend mit zahlreichen Stunden ehrenamtlicher Arbeit und münden heute in diesem Fest der Gemeinschaft und Kameradschaft“, sagt Romina Thom, Vositzende des Ortsvereins Niefern-Öschelbronn. „Es ist ein Anlass zum Innehalten und Danke sagen.“
Wertschätzung für jahrzehntelanges Engagement
Anlässlich des Jubiläums sprachen zahlreiche Vertreter der Gemeinde ihren Dank aus. Bürgermeister Uwe Engelsberger, der stellvertretende Bürgermeister Prof. Dr. Erik Schweickert sowie die Freiwillige Feuerwehr Niefern-Öschelbronn würdigten die herausragende Leistung der vielen ehrenamtlich Engagierten. „Die unzähligen Stunden, die hier konstant geleistet werden, sind ein unbezahlbarer Beitrag für unsere Gesellschaft“, betonte der Bürgermeister in seiner Ansprache. Die Feuerwehr hob zudem die stets zuverlässige und kameradschaftliche Zusammenarbeit mit dem DRK hervor.
In einem gemeinsamen Wunsch formulierten Gemeinde und Feuerwehr ihre Hoffnung auf ein kontinuierliches Wachstum des Ortsvereins – sowohl in personeller als auch in struktureller Hinsicht. Denn die Bedeutung des Ehrenamts wächst mit den Herausforderungen unserer Zeit.
Auch Prof. Dr. Kramer, Präsident des DRK-Kreisverbandes Pforzheim-Enzkreis, richtete persönliche Worte an den Ortsverein: „Der DRK-Ortsverein Niefern-Öschelbronn ist ein leuchtendes Beispiel für gelebte Menschlichkeit. Gute Kameradschaft, geprägt von Empathie, Mut und Solidarität, ist das Fundament unserer Arbeit. Doch auch Wandel gehört zu unserer Aufgabe. Nur wer bereit ist, sich ständig zu verändern, kann neue Wege beschreiten und weiterhin wirksam helfen.“ Seine Worte unterstrichen die Notwendigkeit, Tradition mit Fortschritt zu verbinden, um als Hilfsorganisation zukunftsfähig zu bleiben.
Ehrungen für besonderes Engagement
Ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres war die Auszeichnung zahlreicher Mitglieder für ihr langjähriges und außerordentliches Engagement. Medaillen, Ehrennadeln und Urkunden wurden im Namen des Bundes- und Landesverbandes an verdiente Helferinnen und Helfer vergebn, die mit unermüdlichem Einsatz über viele Jahre hinweg das Rückgrat des Ortsvereins bildeten. Diese Ehrungen spiegeln nicht nur die Wertschätzung innerhalb des Roten Kreuzes wider, sondern sind auch ein Zeichen tief empfundener Dankbarkeit aus der gesamten Gesellschaft.




